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Barfuss Im Park, gewand in der MusikGütersloh (sam). Mit ihren gestreiften T-Shirts sehen sie aus wie eine Mischung aus venezianischem Gondoliere uns sibirischem Sträfling. Und überhaupt sind sie irgendwie nicht aus dieser Welt, diese Musiker von „Dr.Bajan“. Am Sonntag spielte die internationale Band auf der Freilicht Bühne im Mons Park ihr fabelhaftes Programm „Sovietabilly“. Uns sie versetzen mit diesem „Klangkosmos Weltmusik“, der sich als sowjetischer Rock’n’Roll entpuppte, in eine wahrhaft „phantasmagorische“ Stimmung. Die sechs Musiker kommen aus Deutschland, der Schweiz, Neuseeland uns Russland. Sie spielen Schlagzeug (A. Schulze) , Gitarre (Pepe Wesjolkin alias Heiko Fröhlich, Justin Clarke), Kontrabass (Davide de Bernardi), Geige (wahrhaftig Klassiker und Teufelsgeiger in einer Gestalt: Anton Teslia) und Knopfakkordeon. Letzteres heisst im Russischen Bajan uns wird unglaublich virtuos gespielt vom Kopf der Band, Nikolai Fomin. Die Gruppe macht herrlichen russischen Rock’n’Roll, versprühten Anarchie uns Lebenslust, wechselten immer wieder zwischen Musikstilen wie Ska, Reggae, Polka uns Klassik uns drücken dabei allem ihren Stempel „Dr. Bajan“ auf. |
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Singen können die Musiker auch – uns zwar fabelhaft. Die russischen Texte wurden für das Publikum kurz auf den Punkt gebracht („ein Lied über Flugzeuge“, ein Lied für alle Tiere“ oder auch „ein Lied ohne Text – also für alle verständlich“) und dann legen „Dr. Bajan„ sich so ins Zeug, als es kein Morgen gäbe. Sie spielen barfuss mit geschlossenen Augen, mit schauspielerischer Dramatik und sogar mit künstlerischem Akzent eines Ehren-Russen. Wie St. Petersburg, die Heimatstadt ihrer Musik, liegt auch die wahre Existenz „Dr. Bajans“ im Nebel. Sie sind einfach nicht zu fassen mit ihrer einzigartigen „Sovietabilly“-Musik, scheinen genauso plötzlich aus dem Nichts aufzutauchen wie sie dann wieder verschwinden. Die einzig mögliche Diagnose zu „Dr. Bajan“ lautet: Wir haben es entweder mit musikalischer Genies zu tun oder mit einem ebenso faszinierenden Simulakrum wie es das wunderbare St. Petersburg selbst ist. Oder sind „Dr. Bajan“ vielleicht beides? Ein ungewöhnliches Erlebnis jedenfalls für das Publikum des „Gütersloher Sommers“, dass diese Erscheinung augenscheinlich genossen hat. „Sspasiba“ – Danke, „Dr. Bajan“ für diese fabelhafte Medizin. |
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Rhythmus aus Russland Barfuss Im Park Rocker-Kalinkaschritt Hemmungslos In Kraft Dr. Bajan Schwermut Angetrunkenes Regiment Doctor fährt |
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