Von Schwermut keine Spur

Rußlands kräftige Musikerstimmen

Nikolai Fomin (Kolja)

Altenburg/Molodez.. So etwa sind die vier Musiker am besten zu umschrei-ben, die zum letzten Wochenende im Dubliner Irish Pub russische Musik den Allcnburgern ein ganzes Stueck näher brachten. Doch wer von Dr. Ba­jan & Brain Drain /Dr. Bajan und die Abwan­derung der Intelligenz erwartete, das    den ganzen Abend schwermü­tig vom Stil­len Don ge­sungen wird. wur­de auf das

angenehmste ueberrascht. Kolja am giftgrünen Knopfakkordleon, Michail an     der ueberdi-mensiona-len Baßbal-1aleika, Selja an der Ballaleika lind  Tolja an     den Trommeln undd Becken zeigten. das auch in St. Petersburg   der

Rock'n'Roll gut gespielt wird. Sie spielten auf typisc russischen Instrumenten, ihre Lieder mit kraeftigen Rythmen unterlegt. Und  san­gen, ebenso kraeftig". auch  mal ein  englisches -  Aber wir koennen es nur in russisch!" Das Publikum liß  fangen von der Musik,die derzeit in  Leipzig auf CD aufgenommen wird. Lange forderte man Zugaben

Cristian Stengel

Rock ist angesagt, mit ein wenig Folk Was erwartet da der die Musikbeflissene? Eine E-Gitarre vielleicht, eine Fiedel, ein Schlagzeug und das obligate Keyboard. Gerademal mit dem Schlagzeug (Alexander Kondraschkin) entspricht Brain Drain den Erwartungen. Überraschend belebend ein Akkordeon, eine klassische Balalaika (Fjodor Fomin) und eine überdimansionale zweite Balalaika als dreisaitiger Bass (Michail Semjonow) das musikalische Geschehen Der Rhythmus - die Seele der Musik Ihm huldigen sie fana­tisch; der exzellente Bassist mit breit-mimischer russischer Erhabenheit und Dr Bajan (im Zivilberuf Doktor der Physik) selbst mit ekstatischem Gesang. Trinklieder? Ge­schichten vom einfachen Leben bei denen man/frau die Slawische Seele fühl, und Rußland und den Rhythmus. schmecken kann.

Brain Drain, alte und gute Bekannte des Kanal werden wieder für uns spielen. Ene Band, die nicht nur gerne mit uns trinkt, sondern uch mit wilder Leidenschaft FLEISCH ißt - eine wahre Wohltat.