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Unsere MusikWir spielen größtenteils unsere eigene Musik, obwohl auch einige überraschende Cover-Versionen längst vergangener Musikgrößen dabei sind. Unser Stil ist eine eigenwillige Mischung der russischen und europäischen Musiksprache, geprägt durch das alles überragende Lead-Akkordeon (lead-bajan). Die Texte sind trotz der internationalen Besetzung - Musiker aus Russland, Deutschland, der Italienischen Schweiz - fast alle auf russisch. Die Mitglieder der Band haben allesamt große Erfahrung in verschiedenen Genres der europäischen Musikkultur. Die Geige ist sehr erfahren in klassischer und Zigeunermusik, der Kontrabass die Avantgarde und italienische Folkmusik unterlegt und das Schlagzeug zu allerhand Polka und Rock getrommelt. Zusammen ergibt das eine feurige Mischung, die sofort die Sohlen heiß werden lässt und ins Brain steigt.Russian Ethno Spass Format(St. Petersburg-Berlin) Bajan, sprich Knopfakkordeon, kennt man in Deutschland hauptsächlich aus den Fußgängerunterführungen, in denen gestrandete Russen lahm versuchen, mit ihrer traditionellen Volksmusik ein paar Almosen zu verdienen. Woher soll da ein normaler Mensch wissen, dass man ein Bajan noch ganz anders spielen kann? Dr. Bajan spielt nun also eigene Musik mit traditionellen Instrumenten, aber mit Volksliedchen im Stil Hau-Ruck-Polka hat das nicht wirklich was zu tun. Wenn man einmal diese orgiastischen Trance gesehen hat, weiß man, dass sämtliche Versuche, einen treffenden Begriff zu finden, einfach nicht gelingen können. Die intensive Bühnenpräsenz der Gruppe umfasst die Rauheit des Rock'n'Roll ebenso wie die Virtuosität eines Paganini. Auf ihrem wilden Crashkurs durch den Musikkosmos schöpfte die Gruppe eben nicht nur aus dem reichhaltigen Fundus sowjetischer Revolutionslyrik, sondern integrierte Jugendidole wie Deep Purple oder die Beatles, aber auch neue Einflüsse, wie z.B. Manu Chao und machte auch vor dem deutschen Volkslied nicht halt. Dabei heraus kommt eine wilde, sehr lustige, sehr sehenswerte Mischung, in der ein gerüttelt Maß an Genialität steckt. Russisches Speedfolk KonglomeratDr. Bajan & BrainDrain So.
Jetzt mal Klartext. Dr. Bajan ist zwar aus Rußland, aber wer zum
Kuckuck behauptet eigentlich unaufhörlich, daß wer auf einem Bajan
sprich Knopfakkordeon spielt, automatisch Folk macht? An Volksliedchen
erinnert außer manchen Texten doch sowieso nichts mehr, und die
versteht sowieso keiner. Doktor nennen sich schließlich nur Leute, die
ihr Gewerbe gründlich studiert haben oder absolute Hochstapler sind, da
kann man schon davon ausgehen, daß dahinter ein gerüttelt Maß an
Genialität steckt, aber bitte, wenn schon Vergleiche dann doch eher die
Hektik einer Zappaschen Komposition, oder die jaulenden Exzesse eines
Robert Plant (die jüngere Generation bitte Axl Rose einsetzen). Auf
ihrem wilden Crashkurs durch den Musikkosmos blieben einige Opfer auf
der Strecke, eben nicht nur sowjetische Revolutionslyrik, sondern z. B.
auch Jugendidole wie Deep Purple. Alles auf russisch, versteht sich, schön
brav, wie es sich gehört, einmal durch den Fleischwolf gejagt. Christina
Seiler, 22.02.97 Dr. Bajan DB
hat zwei Ausbildungen: Die erste, eine materialistische, brachte ihn zu
dem Schluss, das die Welt recht kompliziert ist. Die zweite, eine
irrationale, erhielt er in Petersburger Küchen und brachte ihn
dahingegen zu der Annahme, dass noch kein Meister vom Himmel gefallen
ist. Diese Hypothese beschloss er in der Praxis zu überprüfen. Zum
Versuchsgelände erkor er den Rock ´n´ Roll. Dr. BajanDr. Bajan ist Nikolai Fomin(Knopfakkordeon, Gesang) aus St. Petersburg. Die Musik von Dr. Bajan ist russisch, wild-leidenschaftlich und geht über die Grenzen des Traditionellen weit hinaus. Die ekstatischen Auftritte der Band sind immer ein garantiertes Tanzvergnügen. In der internationalen Besetzung der Band kommen hochkarätige Musiker zusammen - und wir sind stolz darauf!Freie
Presse
Mittwoch,
18 Januar 1995 ZWICKAU.
- Am Sonntag heizten die vier Musiker
der Gruppe „Dr. Bajan und Brain Drain"
den Besuchern Im Gewölbe
des Lutherkellers ordentlich
ein. Die
Truppe, die
sich In Petersburg fand, adaptierte
russisches Russischer
Folkrock, im
Lutherkeller hemmungslos
provokant dargeboten von der Gruppe „Dr. Bajan und Brain Drain''
aus Petersburg.
Foto:
JanaTöpfer Zwickauer Anzeiger 14.01.95 (CKÜ).
Nachhilfe in Russisch einmal anders: Die Band „Dr. Bajan und Brain
Drain" kam am Sonntag nicht direkt aus St. Petersburg, sondern über
Umwege aus Berlin. In Windeseile bauten die vier Musiker im Lutherkeller
ihre Instrumente auf und boten dem buntgemischten Publikum russischen Folkrock
und Punk.
Wer sich nicht selbst mit den Vokabeln abmühen wollte, erfuhr von der
deutschen Managerin, daß die Geschichte
der Band bereits 1993 begann. In der
jetzigen Besetzung begeistern die Musiker
mit Liedern, in denen sie auf ironische
Art und Weise Volkslieder aus 70 Jahren Sowjetunion aufs Korn nehmen.
Der originelle Name, so erklärte die
Managerin, setze sich aus zwei Teilen
zusammen. Dr. Bajan stehe für den Sänger,
der nicht nur Doktor der Physik sondern mittlerweile auch Doktor
auf dem Bajan sei, und Brain Drain, das im Russischen wie „brjin-drjin"
klingt, stehe für den Sound der Balalaika. Auf ihrem nexten Streifzug
durch Deutschland wollen sie auch ihre neue CD in Umlauf bringen. Rocker mit Kalinka-Schritt
Wozu um
Himmels Willen braucht dieser Mann einen Stuhl? Das samtbezogene Sitzmöbel
wippt und wankt, als Dr. Bajan bestiefelt den Kaiinka-Schritt
versucht. Vor dem Matrosenhemd klemmt ein Knopfakkordeon, und hinter dem
Beatles-Haarschopf fallen zwei Augen bald
ins Publikum. Der
St. Petersburger Doktor der Physik widerlegte im Tuvalu das hartnäckigste
Vorurteil über naturwissenschaftliche Akademiker.
Nein. vergeistigt war er nicht, auch nicht ernst und mit Scheuklappe
versehen. Nikolai Fomin, wie er bürgerlich heißt,
umgibt so gar nicht jene trockene Bücherluft. Die Berufsehre seines
Standes hatte er also schon mal gerettet. Und ganz nebenbei entlockten
„Dr. Bajan & Brain Drain" ihren
Instrumenten wahrhaft mitreißende Töne im 4/4-Takt. Rock
war angesagt, mit ein wenig Folk.
Was erwartet da der Musikbeflissene? Eine E-Gitarre
vielleicht, eine Fiedel, ein Schlagzeug und das obligatorische Keyboard.
Gerademal mit dem Schlagzeug (Alexander Kondraschkin)
entsprachen sie den Erwartungen. Überraschend belebten ein Akkordeon,
eine klassische Balalaika (Fjodor Fomin)
und eine überdimensionierte zweite Balalaika als dreisaitiger Bass
(Michail „Sam" Semjonow)
das verrauchte Tuvalu. Der
Rhythmus - die Seele der Musik. Ihm
huldigten sie fanatisch; der exzellente Bassist mit breit-mimischer
russischer Erhabenheit und Dr. Bajan selbst mit ekstatischem Gesang.
Trinklieder? Geschichten vom einfachen Leben? Es
spielte keine Rolle, wovon er sang. Ein Volksempfinden verband die
Kneipenbesucher. Rhythmus und Rußland, beides konnte man schmecken.
Es hätte irischer Folk sein können oder
schwedische Folklore - völlig egal. Was die Band ausstrahlte, war
die Liebe zur Musik. Die geradezu „fantastischen"
Vier machten eines klar: Sie spielen nicht fürs Geld oder Publikum,
sondern um den Rhythmus herauszuschreien.
So kräftig, daß der ausgelassene
Dr. Bajan auf
der Bühne bisweilen fast am Herzinfarkt
vorbeischlidderte. In Kraft und Herrlichkeit
Es
braucht keine Stromgitarre, um zu rocken und zu rollen. Bei
„Braindrain" tun es Akkordeon und Balalaika vollkommen.
EBENSEE. Viele Rockmusiker schnitzten sich in der alten Sowjetunion
aus Mangel an Hundwerkszeug ihre Gitarren einfach selbst, um den Geist
von „Deep Purple" und Konsorten einfangen zu
können. „Braindrain" sind den anderen Weg gegangen, in dem sie
das Kulturgut aus dem Westen für traditionelles russisches
Instrumentarium transkribiert haben. Doch das Quartett aus Sankt
Petersburg kann viel mehr, als nur am Wochenende den heißen
Rock-'n'-Roll-Stoff, aus dem die Teenagerträume sind, zum Tanz
aufzuspielen. Bei „Braindrain" werden Blues und Polka, Reggae und
Ballade, Rock und Volkslied hinreißend zu einem farbenfrohen und
lebenslustigen Bastard aus allen Bestandteilen verschmolzen.
Weltmusik
aus dem Dorf Am
Freitagabend in Ebensee schien es nichts zu geben, was sich die leicht
verrückten Herren auf ihrem Crashkurs durch den Musikkosmos nicht
einverleiben hätten können. Wo die Welt zum globalen Dorf geworden
ist, hat sik
grundlegend geändert - die Dorfmusik ist Weltmusik geworden,
„Braindrain" waren auch ein Beleg für die Universalität der
Musik und die Fähigkeit der lebendigen Volksmusik, Neues aufzunehmen
und auf die Zeichen der Zeit zu reagieren. Die leidenschaftliche
Darbietung war eine Absage an alle Puristen und Musikverwalter, die ehrfürchtig
alles steril Gehaltene mit einem „Authentisch! "-Aufkleber versehen,
um es dann in zum Staubfangen in die Archive entsorgen. Fernab
eines geschmäcklerischen und durchgeistigten Eklektizismus wurden aus
den adaptierten Stilen bei ,,Braindrain" etwas Eigenes und eben
dadurch „Authentisches". Mit Akkordeon, Balaika, einem
durchgedrehten Polkaschlagzeug und einem Baß (aus Gründen der
Bequemlichkeit zumeist ein elektrischer statt der unhandlichen
Baßbalalaika) und kraftvollem Gesang griffen sich die Russen
aus der Musik der Welt das ihnen am besten passende heraus, coverten
„Highway Star" und „Smoke On The Water", als
handele es sich um eine seit Jahrhunderten in Russland überlieferte
Hochgeschwindigkeitspolka oder streuten Reggae-Splitter ein,
als hätten sie schon immer /um Vodkatrinklied gehört. Nastrovje! Florian Sedmak Dr. Bajan praktiziert im Sonnenweg Folk-Rock
aus St. Petersburg im Cafe „Vis-a-vis" zu hören Von JENS LETZEL Eisleben/MZ.
Mit „Guten Abend, Genossen!" in
ausgezeichnetem Schulrussisch begrüßte .Galerist
und Kneiper Morgensteni
am Samstag seine
Gäste, die Musik und einen Ausstellungswechsel erleben
wollten. Damit war Morgenstern mit seinem Russisch schon am Ende und gab
die Bühne frei für die Musiker von „Dr. Bajan & Brain Drain"
aus St. Petersburg, die sogleich energiegeladen in die Saiten der
Balalaikas und die Knöpfe des Akkordeons griffen. Seit
1993 gibt es die Band um „Kolja"
Nikolai Fomin, der eigentlich Doktor der Physik ist. Irgendwann war
ihm die Physik doch zu trocken. Er griff
sich zunächst eine E-Gitarre und spielte Rhythm
& Blues. Dann entdeckte er für sich ein Bajan (russisch für
Knopfakkordeon) und fand in Sam und Silja
Gleichgesinnte. Der
Auftritt in Musikkneipen
ist für die russische Band noch recht neu. Würden
sie Bühne, Saal und viel Publikum kennen, sei es schon gewöhnungsbedürftig,
im Westen vor kleinerem Publikum, das sich
auch noch unterhalten und Biertrinken will, zu spielen. Und das mit einem Handikap -der fehlende Schlagzeuger musste mit Improvisation ersetzt werden. Der bisherige dänische Schlagzeuger verließ überraschend die Band, der neue aus Russland sitzt noch immer in Moskau und wartet auf sein Visum. Die Zeit nutzt man für kleine Auftritte, wie in Eisleben. Ihre Musik war an diesem Abend zynisch distanzierte Volksmusik, die zudem durch die rokkige, bluesige oder jazzige Darbietung nochmals gebrochen wurde. Die Drei sangen aus voller Kehle, schonten sich in kleinster Weise und schienen mit ihrer Energie ihre Instrumente ausbrennen zu wollen. Frontmann Kolja bekam in seiner Hingabe zur Musik kaum mit, daß Sam beim dritten Lied die Führung einer der drei Saiten seiner riesigen Baß-Balalaika wegbrach. Es wurde improvisiert. Sam spielte nun nur mit zwei der drei Saiten der Balalaika. Gut ging das nicht - Morgenstern nutzte die entstandene Reparaturpause, um mit dem Leipziger Rene Pfeiffer über die ausgestellten Aquarelle, die zum Teil auch mit Kugelschreiber gearbeitet sind, zu sprechen. Eine Idee liege Pfeiffers Bildern immer zugrunde. Die würde er dann während der Arbeit soweit verschlüsseln, daß dem Betrachter der Weg zum Verständnis des Künstlers verstellt oder erschwert wird. Das mag Pfeiffer gelungen sein, doch fesseln einen die filigran und dunkel gehaltenen Variationen zu gefangenem Kopf und Körper. Der Eindruck drängte sich auf, daß Pfeiffer kraftvolle Verzweiflung zu einem seiner Themen gemacht hat. Die Ausstellung war zuletzt in Holland und Belgien zu sehen, nunmehr ist sie in Eisleben zu bewundern. Gekauft werden können die Bilder auch.Während
Pfeiffer redete, band Sam im Hintergrund die dritte Saite mit einer, natürlich
roten, Wäscheleine fest und stimmte
quietschend seine Baß-Balalaika. Die
Musiker sangen sich auch nach der Zwangspause die Seele aus der Brust, der
Applaus war heftig -doch so richtig schien der Funken nicht überzuspringen.
In Leipzig oder Hamburg werden die Russen sicherlich
frenetisch gefeiert.
Doch im Mansfeldischen ist die Erinnerung an
traditionell dargebrachte
russische Volksmusik
wohl noch zu frisch. Rußlands
kräftige Musikerstimmen Altenburg/Molodez..
So etwa
sind die vier
Musiker am besten
zu umschreiben,
die zum letzten
Wochenende im Dubliner
Irish Pub
russische Musik den
Altenburgern ein
ganzes Stück näher brachten. Doch wer
von Dr. Bajan
& Brain Drain /Dr.
Bajan und die Abwanderung
der Intelligenz
erwartete, das
den ganzen Abend
schwermütig
vom Stillen
Don gesungen wird. wurde
auf das Rock'n'Roll
gut
gespielt wird.
Sie spielten
auf typisc
russischen Instrumenten,
ihre Lieder
mit kräftigen Rhythmen unterlegt. Und
sangen, ebenso
kräftig". auch
mal ein englisches -
Aber wir können es nur in russisch!" Das Publikum liß
fangen von der
Musik,die derzeit
in Leipzig
auf CD aufgenommen wird. Lange forderte
man Zugaben Cristian
Stengel Rock
ist angesagt, mit ein wenig Folk Was erwartet da der die
Musikbeflissene? Eine E-Gitarre vielleicht, eine Fiedel, ein Schlagzeug
und das obligate Keyboard. Gerade mal mit dem Schlagzeug (Alexander
Kondraschkin) entspricht Brain
Drain den Erwartungen. Überraschend belebend ein Akkordeon, eine
klassische Balalaika (Fjodor Fomin) und eine überdimensionale zweite
Balalaika als dreisaitiger Bass (Michail Semjonow) das musikalische
Geschehen Der Rhythmus - die Seele der Musik Ihm huldigen sie fanatisch;
der exzellente Bassist mit breit-mimischer russischer Erhabenheit und Dr.
Bajan (im Zivilberuf Doktor der Physik) selbst mit ekstatischem Gesang.
Trinklieder? Geschichten vom einfachen Leben bei denen man/frau die
Slawische Seele fühl, und Russland und den Rhythmus. schmecken kann. Brain
Drain, alte und gute Bekannte des Kanal werden wieder für uns spielen.
Eine Band, die nicht nur gerne mit uns trinkt, sondern auch mit wilder
Leidenschaft FLEISCH isst - eine wahre Wohltat.
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